Dienstag, 13. Oktober 2026. Russlanddeutsche wählen rechts, sprechen ständig russisch und verehren Putin … – ist das wirklich so? Was ist bekannt über die 2,5 Millionen (Spät-)Aussiedlerinnen und Aussiedler und deren Erfahrungen mit Diktatur, Deportation und dem Verlust kultureller Identität?
Die russlanddeutsche Journalistin Ira Peter ist mit ihrer Familie als Neunjährige von Kasachstan nach Deutschland übergesiedelt und nimmt uns mit auf eine persönliche und gesellschaftliche Spurensuche. Sie erzählt von der Scham über ihre sowjetische Migrationsgeschichte, von dem Gefühl des Unerwünschtseins sowie den Folgen einer verfehlten Integrationspolitik.
Ihr Buch „Deutsch genug? Warum wir endlich über Russlanddeutsche sprechen müssen“ eröffnet neue Perspektiven auf eine oft missverstandene Gruppe und lädt ein zum Nachdenken über Geschichte, Identität und Integration.
IRA PETER wurde 1983 in der damaligen Sowjetrepublik Kasachstan geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Sie arbeitet als freie Journalistin unter anderem für Zeit online, FAZ, Frankfurter Rundschau und SWR Radio. Seit 2017 setzt sich die mehrfach ausgezeichnete Journalistin und Podcasterin (Steppenkinder) öffentlich mit russlanddeutschen Themen auseinander. Deutsch genug? ist ihr erstes Buch. Im Herbst 2025 wurde es mit dem Hessischen Landespreis „Flucht, Vertreibung, Eingliederung“ ausgezeichnet.
Dienstag, 13. Oktober 2026, 19:00 – 21:00 Uhr
Bürgerhaus Bornheide, Bornheide 76, 22549 Hamburg
Eintritt frei, Anmeldung unter: info@drg-hamburg.org
Eine Veranstaltung der Deutsch-Russischen Gesellschaft in Hamburg e.V. in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Hamburg und dem Bürgerhaus Bornheide im Rahmen der Altonaer Vielfaltswoche 2026.
Foto: Ira Peter © Arthur Bauer