Mittwoch, 6. Mai 2026: Im Schauspielhaus wurde  ab dem 24. April „Hundeherz“ gegeben, eine Inszenierung nach der gleichnamigen Erzählung von Michail Bulgakow

Wir haben  für Mittwoch, den 6. Mai 2026 einen gemeinsamen Theaterbesuch organisiert. Zu Beginn des Stücks gab es eine Einführung von dem Dramaturg Ralf Fiedler.

Weitere Infos zum Theaterstück:

Ein Moskauer Chirurg unternimmt einen Versuch zur Verbesserung des Menschen, Verjüngung und Optimierung sind das Ziel: Einem gedemütigten Straßenköter pflanzt er die Hirnanhangdrüse und Hoden eines heruntergekommen Kleinkriminellen und Balalaika-Spielers ein. Der gewitzte Hund entwickelt sich tatsächlich zu einer Art Mensch, zeigt sich aber zugleich höchst anfällig für alle Arten von Manipulation, saugt widerstandslos Propaganda und Parolen jeder radikalen politischen Strömung auf, soweit sie seinem nackten Egoismus und unersättlichen Appetit dienlich sind. Er fraternisiert mit allem und reißt sich alles von Interesse unter den Nagel: Leckerbissen, Privilegien, Frauen, Ämter …

Michail Bulgakows Novelle, die Erschaffung des Homunkulus aus Goethes »Faust II« aufgreifend, entfaltet seit ihrer Entstehung 1925 eine ungeheurere Sprengkraft, gedruckt wurde sie erst 1968. Bereits der junge Sowjetstaat propagierte den „Neuen Menschen“, das erste großflächige Experiment zur Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes, ein Unternehmen, das vielfach kritiklos fortgesetzt wird und sich zu einer weltweiten Industrie entwickelt hat.

Bild: © Rocket&Wink